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Wildobst – Eine Bereicherung für Ihren Garten

Mispel

Sie möchten eine ergiebige Bienenweide in Ihrem Garten? Und etwas zum Naschen für sich selbst und für Wildvögel? Und etwas Dekoratives? Das sind ja gleich drei Wünsche auf einmal, das geht doch nicht? Doch, das geht. Mit Wildobst.

Der Begriff hat sich eingebürgert, seitdem das Bundessortenamt 1993 eine „Beschreibende Sortenliste Wildobstarten“ herausgegeben hat (neu aufgelegt und erweitert 1999 https://www.bundessortenamt.de/bsa/media/Files/BSL/bsl_wildobst_1999.pdf).

KornelkirscheWenn es, abgesehen von den obigen Wünschen, eine heimische Sorte sein soll, dann stehen Ihnen immer noch einige Arten zur Verfügung. Hier sind einige Beispiele:

Wollen Sie selbst Früchte frisch im Garten naschen, dann empfehlen sich die Gewöhnliche Felsenbirne (Amelanchier ovalis), der Speierling (Pyrus domestica) aus Südeuropa oder auch die Kornelkirsche (Cornus mas) aus dem Kaukasus. Von dort stammt ursprünglich auch die Deutsche Mispel (Mespilus germanica), die aber bereits im 2. Jahrhundert vor Christus nach Mitteleuropa eingeführt wurde und die man nach dem ersten Frost oder nach einigen Tagen Lagerung frisch verzehren kann. Nach dem ersten Frost schmecken roh auch die Früchte der einheimischen Berberitze (Berberis vulgaris).

SpeierlingDie Früchte aller Wildobstarten können zur Herstellung von Konfitüren, Gelees, Säften u. a. verwendet werden. Viele werden auch gerne von den ganzjährig ortsansässigen Vögeln, den Standvögeln, als zusätzliches Winterfutter gefressen. Einige Arten können auch im Kübel kultiviert werden, so dass man sich auch auf Balkon und Terrasse an den Blüten, den Früchten und bei einigen Arten an auffällig gefärbtem Herbstlaub erfreuen kann.

Lassen Sie sich vom Charme der Wildgehölze begeisterten und werten Sie Ihren Garten ökologisch auf. Die Natur bedankt sich vielfältig.

Gewöhnliche Felsenbirne mit Rosenkäfer

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