BG_Waldmeister_Frühlingsplatterbse

Wir setzen Kartoffeln

Schritt 1 (1)

Der Boden im Permakulturgarten hat durch die Baumaßnahmen und die Errichtung des Seminargartens sehr gelitten. Daher müssen wir den Boden jetzt beleben und aktivieren.

Vorarbeiten


Im letzten Jahr haben wir eine Gründüngung eingesät, damit der Boden bedeckt ist. Dies schütz vor Erosionen und Verschlämmung. Die Pflanzen bewurzeln den Boden, geben somit Struktur und bilden später organisches Material als Nahrung für die Bodenlebewesen. Zusätzlich haben wir im März eine Kalkung mit Algenkalk durchgeführt, da der Boden ausgelaugt war.

Schritt 1 (2)Schritt 1


Die Gründüngung wird mit unserem Pflanzenferment Universal UrFerment eingesprüht.

Wir haben später, statt des Sprühgeräts, eine Gießkanne verwendet, damit ging es schneller. Gerade bei kleineren Flächen ist das einfacher.

Schritt 1 (3)

Schritt 2


Die eingesprühte Gründüngung wird nun mit dem Rasenmäher zerkleinert. Durch das Häckseln treten Pflanzensäfte aus, diese dienen den Mikroorganismen als Nahrungsquelle. Die Mikroben hatten wir im Schritt 1 mit unserem Pflanzenferment ausgebracht.Schritt 2

Schritt 3


Im dritten Schritt fräsen wir das organische Material in den Boden ein. Somit wird alles vermischt und es entsteht eine Flächenrotte. Die Bodenorganismen bekommen Nahrung und können sich vermehren. Der Boden wird aktiviert und belebt.
Bevor wir die Kartoffeln nun aber setzen können, wird die Fläche mindestens eine Woche lang den Mikroorganismen überlassen, damit diese das organische Material bearbeiten können. In unserem Fall hatten wir sehr wenig organisches Material; dadurch, dass wir im letzten Jahr die Gründüngung sehr spät ausgesät haben, konnten sich die Pflanzen nicht ausgiebig entwickeln.Schritt 3

Schritt 4


12 Tage später…

Nun ist die Flächenrotte abgeschlossen und wir können die Furchen für die Setzkartoffeln ziehen. Da der Boden ziemlich ausgelaugt ist und Nährstoffe fehlen, geben wir in die Furchen unseren Hortissimo Universaldünger, unseren Bodenaktivator Gemüsegarten und verrotteten Mist. Auf dieses Nährstoffbett legen wir unsere Kartoffeln.Schritt 4 (1)

Bevor wir nun den Damm aufrichten, werden die Kartoffeln und die Nährstoffmischung mit unserem Universal UrFerment angegossen, es beschleunigt die Rotte, Nährstoffe werden verfügbar und es werden Oxidationsprozesse (Fäulnisprozesse) verhindert, die wir nicht im Boden haben wollen.Schritt 4 (2)

Um einen späteren Vergleich zu erhalten, ob wir mit unseren Maßnahmen erfolgreich waren, haben wir die letzten vier Reihen nicht mit zusätzlichen Nährstoffen versorgt (die Reihen rechts auf dem Bild).Schritt 4 (3)

Schritt 5


Ja, wir sind noch nicht fertig. Zum Schluss möchten wir noch eine Methode aus der Permakultur ausprobieren. Die Kartoffel-Dämme werden nun großzügig mit Heu gemulcht (ca. 30-40 cm).Mulchen

Das Mulchen hat mehrere Vorteile:

  • Die Feuchtigkeit wird sehr gut gehalten und der Boden trocknet nicht so schnell aus.
  • Unkraut wird unterdrückt und es muss nicht gehackt werden.
  • Es fördert das Bodenleben, verbessert somit die Krümmelstruktur. Der Boden wird lockerer und nährstoffreicher.
  • Das aufspritzen von Regenwasser wird verhindert und damit auch die Verbreitung von Krautfäule und anderen Pilzen oder bakteriellen Krankheiten.
  • Der Schädlingsbefall wird reduziert.

Wir sind gespannt auf die Ernte!!!

Tobias Klein

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