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Lavendel

© PerNaturam

Das Sonnenkind


Kaum eine Pflanze weckt stärkere Assoziationen an Provence, Mittelmeer und Sommer wie der Lavendel. Seine Heimat sind die trockenen sonnigen Mittelgebirgslagen Südfrankreichs, Italiens und der Adriaküste. Dort, in den Wildvorkommen, wird auch heute noch die beste Lavendel-Qualität geerntet. Die Familie der Lippenblütler, zu der der Lavendel gehört, ist bekannt für ihre intensiv duftenden Arten.

Angebaut wird hauptsächlich der Lavandin (Lavendula x intermedia), eine Kreuzung aus Echtem und Breitblättrigen Lavendel. Sie zeichnet sich durch einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen aus, geeignet für Seifen, Parfums und Kosmetik. Therapeutisch wird das daraus gewonnene Öl jedoch nicht genutzt.

Die hochwertigste Öl-Qualität wird aus dem Echten Lavendel (Lavandula angustifolia) destilliert, der vor allem in den Höhenlagen wächst und über den Mittelgebirgsbereich bis an die Waldgrenze vorkommt. Dieser Herkunft verdanken wir es, dass dieses Kind des Südens auch die bei uns in Mitteleuropa üblichen Winter gut übersteht. Der Lavendel ist ein Halbstrauch, der erst nach drei Jahren zum ersten Mal geschnitten werden kann. In gut gepflegten Kulturen kann dann bis zu dreißig Jahre lang geerntet werden.

Der Name des Lavendels ist abgeleitet vom lateinischen lavare, d.h. waschen. In der antiken Bäderkultur wurde er als im Waschwasser und als Parfümessenz genutzt. Im Wäscheschrank sorgen Lavendelsäckchen für frischen Duft und halten gleichzeitig die Motten fern.

In der Pflanzenheilkunde nutzt man für Mensch und Tier die Lavendelblüten und das daraus gewonnene Öl.

Bei Nervosität, Erschöpfung und Stress, auch bei Störungen und Stressreaktionen in Magen und Darm hilft Lavendel sehr zuverlässig. Lavendelöl sorgt auch für gutes Abheilen von Wunden, ganz besonders von Brandwunden, und es ist ein natürliches Antimykotikum, es wirkt innerlich wie äußerlich gegen verschiedene Hefepilze.

Auch wenn man heute fast ausschließlich die Blüten nutzt, so sollte man das graufilzige Laub genauer anschauen. Wer an einem warmen Sommertag Lavendelblätter zwischen den Fingern zerreibt, riecht die auch dort enthaltenen Aromata, den typischen Lavendelduft, mit denen sich die Pflanzen vor Insektenfraß schützen. Der graufilzige Belag schützt vor der intensiven Sonneneinstrahlung, vor allem dem UV-Licht. In den steinigen Bergregionen, die sich stark aufheizen können, ist er gleichzeitig ein Verdunstungsschutz. Hieran erkennt man die starke Analogie des Lavendels zur Haut, den man als Hinweis für seine Anwendung betrachten kann.

Auch Pflanzen können unter Stress leiden, wie falschen Standortbedingungen. Das macht sie für Angriffe von Schädlinge empfänglich. Der starke Duft des Lavendel hält zahlreiche Insektenschädlinge fern und verstärkt die Stressresistenz der Pflanze. Dieser "Repellent-Effekt" überträgt sich z. B. auf Rosen, zwischen die Lavendel gepflanzt wird. Wir nutzen diese Wirkungsweise für Orchideen und haben Lavendel unserem Produkt Hortulust Orchideen zugesetzt.


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